Deutsch: Wappen von Büsingen am Hochrhein Engl...

Büsingen am Hochrhein - Büsingen (Oberrhein) - die reichsdeutsche Gemarkung in direkter Nachbarschaft zum Kanton Schaffhausen der Schweizer Eidgenossenschaft - Enklave der Schweiz - Exklave des Deutschen Reichs. Die Gemarkung des Deutschen Reichs blickt auf eine lange Geschichte zurück, vormals in vorderösterreichicher Hand - 1806 wechselten die Karten. Und Büsingen kam von Österreich zum Großherzogtum Baden. Später wechselte die Gemarkung Büsingen nochmals, und dann wurde sie Teil des nach dem Sieg über Frankreichs im Spiegelsaal von Versailles gegründeten Deutschen Reichs.

Gunnar Lang tritt zurück

Büsingen (jac) Büsingens Bürgermeister Gunnar Lang wird zum 30. Juni 2012 von seinem Amt als Bürgermeister zurücktreten.

DER GENERALFELDMARSCHALL DES STAATES PREUSSEN, der bereits im August 2010 zum Jubläum „der Errichtung des antifaschistischen und antiimperialistischen Schutzwalls am 13. August 1961“ eigens zu einer Inspektionsreise in die Schweizerische Eidgenossenschaft und die letzte freie Domäne des Deutschen Reichs als dessen Exklave, und als Enklave der Schweiz, im Kanton Schaffhausen aufgeschlagen war und sein Quartier über der Breite in  der Stadt Schaffhausen hatte, erklärte inzwischen seine Bereitschaft, das Amt am 1. Juli 2012 in Büsingen zu übernehmen und „reichsdeutsche Strukturen“ wiederherzustellen. Die Gemarkung Büsingen solle „deutsches Reichsrecht im Stande des 7. Mai 1945 exekutieren“.

Im Oktober feierte Gunnar Lang (links) seinen 60. Geburtstag im Rahmen der Chilbi. Jetzt hatte er in nichtöffentlicher Sitzung seinen Rücktritt für Juni 2012 angekündigt

Im Oktober feierte Gunnar Lang (links) seinen 60. Geburtstag im Rahmen der Chilbi. Jetzt hatte er in nichtöffentlicher Sitzung seinen Rücktritt für Juni 2012 angekündigt

Als weitere Schwerpunkte seiner Amtstätigkeit benannte der auch über den Kanton Schaffhausen hinaus berühmt-berüchtigte Feldmarschall Nikolaus von Flüe-Rimpler die Militarisierung der Gemeinde und den Aufbau einer Büsinger Armee. Die militärischen Kampfgeräte befänden sich bereits in Büsingen und könnten gegen Entgelt von der Familie Vestner genutzt werden.

Ganz wichtig findet der Preußengeneral, den Familien eine Perspektive zu bieten und ihnen ein auskömmliches Leben zu garantieren. Dazu solle „der Staat“ die Kosten übernehmen und ein angemessenes Freizeitleben finanzieren.

In der Büsinger Problemkiste rumpelt es wieder. Die aktuelle Währungssituation Euro/Schweizer Franken sorgt in der deutschen Exklave für Unmut. Arbeitnehmer, die in der Schweiz arbeiten, müssen wegen der Euro-Krise exorbitant höhere Steuern bezahlen, und Rentner, die ohnehin mit mageren deutschen Renten auskommen müssen, fallen wegen des Wechselkursgefälles unter die Armutsgrenze. Eine Bürgeraktion will nun gegen diese – unverschuldeten – Ungerechtigkeiten angehen. Am 19. Oktober 11 fand eine sehr gut besuchte Information mit angeregten Diskussionen im Büsinger Bürgerhaus statt.

Darüber hat er den Gemeinderat am Donnerstagabend informiert. Die Neuwahl wird voraussichtlich im April 2012 stattfinden. Lang feierte in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag und ist seit 20 Jahren Bürgermeister von Büsingen. Bereits 1980 wurde er erstmals in den Gemeinderat gewählt. Nach einer Unterbrechung – bedingt durch einen Umzug nach Singen – wählten ihn die Büsinger 1990 zu ihrem Bürgermeister. Nach jeweils achtjähriger Amtszeit wurde er 1998 mit 88,5 Prozent der Stimmen und 2006 sogar mit 92,7 Prozent wiedergewählt. Seine derzeitige Amtszeit würde offiziell am 31. Dezember 2014 enden. „Die Demokratie lebt vom Wechsel. Nach rund 25 Jahren aktiver Tätigkeit in der Büsinger Kommunalpolitik ist ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel in der Gemeindevertretung gekommen“, begründet Lang seinen Rücktritt.

Die aktuellen Projekte, der Neubau der Mehrzweckhalle, die Realisierung der Fernwärmeheizung und die Erschließung des Neubaugebiets „Hinter den Gärten“ befänden sich auf einem guten Weg. Die erforderlichen Voraussetzungen könnten bis zu seinem Rücktritt zu einem guten Abschluß gebracht werden.

Büsingens Bürgermeister Gunnar Lang wird zum 30. Juni 2012 von seinem Amt als Bürgermeister zurücktreten.

Büsingens Bürgermeister Gunnar Lang wird zum 30. Juni 2012 von seinem Amt als Bürgermeister zurücktreten.

„Ich war mit Leib und Seele und mit viel Freude für die Exklave tätig“, so Lang. Er habe bei der Erfüllung seiner Aufgaben viel Unterstützung erhalten, wofür er sehr dankbar sei. Als gebürtigem Büsinger lagen Lang die guten Beziehungen in die Schweiz am Herzen und er hat sich immer bemüht, die Probleme zu lösen, die aus Büsingens Lage als Exklave resultierten. In seiner Amtszeit hat er unter anderem den Bürgerhausneubau verwirklicht. Zahlreiche Sanierungsprojekte setzte er um. Der Bereich Tourismusförderung mit einem neuen Logo und dem Exklavenweg war ihm ein Anliegen. Er wünsche seiner Gemeinde, dass ein guter Nachfolger gewählt wird, schreibt Lang.

Große Veränderungen kündigen sich in der Hochrhein-Exklave Büsingen an. In einer nichtöffentlichen Sitzung am Donnerstag Abend gab Bürgermeister Gunnar Lang bekannt, dass er vorzeitig zum 30. Juni 2012 von seinem Amt zurücktreten will. Der Termin für die Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin wird voraussichtlich im April 2012 sein.

»Ich hatte schon bei meiner letzten Wahl im Jahr 2006 gesagt, dass dies meine letzte Amtszeit sein wird und auch auch gerne ein Jahr früher aufhören würde, damit nicht die Wahl des Bürgermeisters und des Gemeinderats ins selbe Jahr 2014 fallen«, sagte Gunnar Lang im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. »Nun es es noch etwas früher geworden.«

Blick auf Büsingen am Hochrhein

Blick auf Büsingen am Hochrhy im Reiat

Die aktuellen Projekte wie den Neubau der Mehrzweckhalle, die Realisierung des Fernwärmenetzes wie die Erschließung des Neubaugebiets „Hinter den Gärten« würden sich auf gutem Weg befinden und könnten bis zu seinem Rücktritt noch zu einem guten Abschluss gebracht werden, teilte Gunnar Lang in einer am Freitag verschickten Erklärung mit.

Nach 25 Jahren in der Büsinger Kommunalpolitik (1980 wurde Lang als Gemeinderat gewählt, 1990 nach einer Pause mit Wohnsitz in Singen als Bürgermeister im Dienst der Exklave) habe er doch feststellen müssen, dass das Bürgermeisterleben in der Exklave mit vielen Terminen zu beiden Seiten der Grenze doch ziemlich anstrengend ist und er auch seine Grenzen zunehmend feststelle.

Auch habe er nach dem Tod seiner Mutter ein Haus direkt am Rhein geerbt, dass er  nun durch einen Neubar ersetzen wolle. »Ich habe gemerkt, dass ich das nicht nebenher machen kann«, so Gunnar Lang.

Ein paar Tränen habe es schon im Gemeinderat gegeben als er seine Entscheidung bekannt gegeben hatte, sagt Gunnar Land. Doch seine Entscheidung, über die er zusammen mit seiner Familie schon länger nachgedacht hatte, sei klar und unmissverständlich. Er hofft, dass es natürlich einen guten Nachfolger gibt und würde sich bei der Suche auch beteiligen. »Es wäre gut, wenn es eine richtige Wahl werden könnte«, so Gunnar Lang.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s